Nasenkorrektur

Der Wunsch nach einer Korrektur der Nase ist einer der am häufigsten geäußerten Wünsche.
Da die Nase eine „zentrale Stellung“ im Gesicht einnimmt bestimmt sie ganz wesentlich unser Erscheinungsbild. Eine „Höckernase“, „Schiefnase“, „Langnase“, aber auch eine plumpe oder hängende Nasenspitze sind oft auffallend und können zu einem ausgeprägten Leidensdruck bis hin zu verringertem Selbstbewusstsein und unsicherem Auftreten führen. Allerdings ist es oft schwer vorstellbar, wie die gewünschte Korrektur Ihr Aussehen verändert. Bei Nasenkorrekturen ist es daher für Ihre Zufriedenheit besonders wichtig, den individuellen Wunsch nach Veränderung und das erzielbare Ergebnis vor einem Eingriff sorgfältig abzuklären. Da Form und Funktion der Nase eine untrennbare Einheit bilden ist auch das Verständnis der funktionellen Zusammenhänge und ihrer Korrekturmöglichkeiten für eine erfolgreiche Nasenkorrektur unverzichtbar.
Besteht eine Behinderung der Nasenatmung (z. B. Nasenscheidewandverkrümmung), sollte diese natürlich auch diagnostiziert und bei der Korrektur der äußeren Nase mitkorrigiert werden. Die gesetzlichen Kassen übernehmen unter Umständen bei Vorliegen einer Funktionsstörung die Kosten für den funktionellen Teil des Eingriffs.

Möglichkeiten der Nasenkorrektur

  • Veränderung der Form (Rhino-Plastik):

Begradigen, Vergrößern, Verkleinern, Verbreitern, Verschmälern, Verkürzen, Höckerbeseitigung

  • Veränderung der Form und der Funktion (Septo-Rhino-Plastik):

Beseitigung einer Nasenatmungsbehinderung z. B. durch Begradigen der Nasenscheidewand, Verstärken der Nasenflügel oder Nasenmuschelverkleinerung und gleichzeitige Korrektur der Form 

Vor dem Eingriff

Der operative Eingriff dauert ein bis drei Stunden und findet unter Vollnarkose statt.
Die Schnitte für den operativen Zugang liegen im Naseninneren und sind nicht sichtbar („geschlossener Zugang“), gelegentlich wird auch ein so genannter „offener Zugang“ erforderlich, dann wird zusätzlich ein kleiner „äußerer“ Schnitt im Nasensteg notwendig, der aber in der Regel ohne sichtbare Narbe verheilt. Auf dem Weg zu einem ästhetisch und funktionell gelungenen Ergebnis können verschiedene Teilschritte nötig sein:

  • Überschüssige Knorpel- oder Knochenanteile werden abgetragen.
  • Deformierte Bereiche (z. B. Nasenscheidewand) werden begradigt, vergrößerte Nasenmuscheln verkleinert
  • geschwächte oder eingesunkene Nasenflügel verstärkt
  • Fehlende, verkleinerte, oder zerstörte Strukturen werden wieder aufgebaut. Hierzu kann es notwendig werden, körpereigenes Material (Knorpel) aus einer anderen Region (Ohrmuschel) zu entnehmen.

Der Eingriff

Der operative Eingriff dauert etwa 2 Stunden und findet in der Regel unter Teilnarkose („Dämmerschlaf“) statt.
Sowohl beim endoskopischen wie beim offenen Stirnlifting wird das betroffene Gewebe abgelöst und gestrafft. Bei der endoskopischen Variante wird der Hautüberschuss in Richtung des Hinterkopfes verlagert, während bei der „offenen“ Variante überschüssige Haut entfernt wird und so auch die sichtbare Stirnhöhe zwischen Augenbrauen und Haaransatz reduziert wird.

Nach dem Eingriff

Am Ende des Eingriffs wird die Nase tamponiert. Diese Tamponade wird nach 1-4 Tagen entfernt.
Wurden ausgedehntere Korrekturen an der Nasescheidewand erforderlich, wird während des Eingriffs eine innere Schienung mit Silikonfolien vorgenommen, die nach 14 Tagen entfernt werden. Zum Schutz der erzielten äußeren Formveränderung wird ein Nasengips angelegt, der für eine Woche belassen wird und dann erneuert oder gegen eine kleine Kunststoffschiene ausgetauscht wird. Eine Nahtentfernung wird nur notwendig, wenn ein offener Zugang über einen kleinen Schnitt im Nasensteg gewählt wurde.
Schwellungen, Blutergüsse und Spannungsgefühle im Bereich der Wangen und der unteren Augenregion sind normal. Diese gehen innerhalb einiger Wochen von alleine zurück. Sie sollten sich in den ersten zwei Wochen körperlich schonen und 6 Wochen keinen Sport, insbesondere keinen Kontaktsport betreiben. In dieser Zeit sollten Sie auch Sauna, Solarium und öffentliche Schwimmbäder meiden.
Im Verlaufe der Heilung wird ihre Nase noch Veränderungen durchlaufen, die Nasenspitze etwa bleibt noch längere Zeit gering geschwollen und fühlt sich eventuell taub an. Geringfügige Änderungen sind auch noch nach Monaten möglich, wir bieten Ihnen daher Kontrollen des ästhetischen und funktionellen Ergebnisses nach drei und sechs Monaten an.
Kurzinfo
OP Dauer:
ca. 1 - 3 Stunden
Narkose:
Vollnarkose
Klinikaufenthalt:
1-5 Tage stationär, ggf. ambulant

Fragen?
Senden Sie uns eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!